MALLORCA – NEWS
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Was ist auf Mallorca passiert!
Welche Neuigkeiten gibt es allgemein auf Mallorca ?
Wie ist die allgemeine Marktlage ?
Freitag, 02.10.2026
Palma–Abu Dhabi wird ausgebaut: Etihad startet 2027 früher und fliegt häufiger!
Eine heute veröffentlichte Infrastrukturmeldung ist besonders für das internationale Premiumsegment interessant: Etihad Airways plant, die Direktverbindung zwischen Palma und Abu Dhabi im kommenden Jahr bereits am 16. Mai zu starten.
Noch interessanter: Statt der bisherigen drei sollen nach den aktuellen Planungen vier wöchentliche Direktflüge angeboten werden. Die Verbindung wurde erst im Juni 2026 eingeführt und richtet sich mit dem eingesetzten Airbus A321LR ausdrücklich auch an ein zahlungskräftiges Premium- und Business-Publikum.
Die Airline hatte bereits bei Einführung der Strecke erklärt, bei entsprechender Nachfrage perspektivisch sogar eine tägliche Verbindung ab 2028 anzustreben.
Für den Immobilienmarkt: Das würde ich nicht unterschätzen. Direkte Langstreckenverbindungen verbessern Mallorcas Erreichbarkeit aus dem Nahen Osten sowie über Abu Dhabi aus Teilen Asiens und Australiens. Gerade für Luxusimmobilien in Son Vida, Bendinat, Puerto Portals, Santa Ponça und Port d’Andratx kann eine stärkere internationale Anbindung langfristig zusätzliche Käufergruppen erschließen.
Quelle: Última Hora, 02.10.2026
Neue Zahlen: Mallorcas Neuvertragsmieten haben sich seit 2020 fast verdoppelt!
Das ist heute für mich die wichtigste Marktzahl. Nach Daten des Observatori de l’Habitatge de les Illes Balears, die auf tatsächlich hinterlegten Mietkautionen beruhen, stieg die durchschnittliche Monatsmiete bei neuen Verträgen auf Mallorca von 728,66 € im Jahr 2020 auf 1.403,34 € im Jahr 2025 – ein Plus von mehr als 90 %.
In Palma de Mallorca ist die Entwicklung noch deutlicher: von 756,23 € auf 1.581,67 €. Besonders bemerkenswert ist auch Santanyí: dort stieg der Durchschnitt von 720,13 € auf 1.978,26 €. In Calvià ging es von 790,43 € auf 1.405,88 €.
Diese Daten sind für mich aussagekräftiger als reine Angebotspreise aus Immobilienportalen, weil sie auf tatsächlich abgeschlossenen neuen Mietverträgen beruhen.
Die Zahlen bestätigen, wie stark sich die Schere zwischen Kaufkraft und Wohnkosten geöffnet hat. Gleichzeitig unterstreichen sie, warum Wohnimmobilien auf Mallorca für Investoren grundsätzlich interessant bleiben – allerdings wird die politische Regulierung des Mietmarktes dadurch wahrscheinlich weiter zunehmen.
Quelle: Observatori de l’Habitatge de les Illes Balears / Última Hora, 02.10.2026
Fast 100.000 Mietverträge auf den Balearen von neuen Grenzen betroffen!
Seit gestern Abend liegen erstmals konkretere Zahlen zum Umfang der neuen Mietregelungen vor. Nach Berechnungen des spanischen Ministeriums für soziale Rechte und Verbraucherschutz betreffen die vorgesehenen Begrenzungen rund 98.800 Mietverträge auf den Balearen, in denen etwa 278.200 Menschen leben.
Davon sollen nach den Berechnungen rund 27.200 Verträge von einer vollständigen Begrenzung der Erhöhung betroffen sein; bei weiteren 71.600 Verträgen wäre eine Anpassung auf maximal 2 % begrenzt. Das Ministerium schätzt die vermiedenen zusätzlichen Mietkosten auf insgesamt etwa 23,5 Mio. € jährlich.
Zusätzlich könnten nach Ministeriumsberechnungen rund 69.100 balearische Mietverträge, die zwischen 2026 und 2028 auslaufen, von der vorgesehenen Verlängerungsregelung profitieren.
Aber wichtig: Der parlamentarische Prozess ist noch entscheidend. Der Kongress befasst sich heute mit der Bestätigung der Dekrete. Deshalb würde ich die genannten Auswirkungen gegenüber Eigentümern noch nicht als langfristig endgültig darstellen.
Quelle: Ministerio de Derechos Sociales y Consumo / Europa Press, 01.10.2026.
Mittwoch, 30.09.2026
Wichtig für internationale Käufer: Mallorca beschließt KEINE Kaufbeschränkung für Nichtresidenten!
Hier gibt es ein wichtiges Update zu einem Thema, das wir in den vergangenen Briefings beobachtet haben: Im balearischen Parlament wurde gestern über Forderungen abgestimmt, den Immobilienkauf durch Nichtresidenten einzuschränken.
PP und Vox sowie weitere Abgeordnete haben den entsprechenden Antrag abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wurden Forderungen nach Mietpreisbegrenzungen und einer temporären Enteignung von Wohnungen großer Eigentümer zugunsten sozialen beziehungsweise bezahlbaren Wohnraums.
Damit ist die Lage für die deutschen und internationalen Kunden zunächst klar: Es gibt derzeit keine neue balearische Kaufbeschränkung für Nichtresidenten.
Die politische Diskussion ist damit allerdings nicht endgültig beendet. Die balearische Regierung hat zuvor erklärt, mögliche europarechtlich zulässige Beschränkungen künftig prüfen zu wollen.
Das ist eine gute Information für verunsicherte ausländische Käufer. Aussagen wie „Ausländer dürfen bald keine Immobilien mehr auf Mallorca kaufen“ sind derzeit nicht gerechtfertigt.
Quelle: Europa Press / Parlament de les Illes Balears, 29.09.2026
Ferienvermietung: 10 % IVA auf touristisch vermietete Wohnungen vorgesehen
Das ist für mich heute die wichtigste Meldung für Mallorca. Nach dem gestern vom spanischen Kabinett beschlossenen Wohnungspaket sollen touristisch vermietete Immobilien künftig mit 10 % IVA (Mehrwertsteuer) belastet werden. Bislang waren klassische Ferienvermietungen grundsätzlich von der IVA befreit, sofern keine hotelähnlichen Dienstleistungen erbracht wurden.
Ursprünglich war sogar ein Satz von 21 % diskutiert worden; nun soll der für Hotels übliche Satz von 10 % gelten. Auf den Balearen gibt es laut den aktuellen Angaben 26.143 offiziell registrierte Ferienunterkünfte mit 158.769 touristischen Plätzen.
Wichtig: Der genaue Rechtsstatus muss in den kommenden Tagen beobachtet werden. Die Regelung soll nach Veröffentlichung im spanischen Staatsanzeiger wirksam werden und anschließend im Kongress bestätigt werden.
Bei Objekten mit ETV-Lizenz verändert sich dadurch nicht automatisch der Wert der Lizenz. Die laufende Rentabilität einer Ferienvermietung könnte sich aber verändern. Bei Investmentberechnungen würde ich daher künftig Nettoeinnahmen nach IVA und sämtlichen Betriebskosten betrachten und nicht nur die erzielbare Wochenmiete.
Quelle: Majorca Daily Bulletin, 30.09.2026
Jetzt beschlossen: neue Regeln für Mietverträge und Saisonvermietung
Das gestern noch angekündigte staatliche Wohnungspaket ist jetzt einen entscheidenden Schritt weiter: Der spanische Ministerrat hat am 29. September zwei Real Decreto-ley verabschiedet. Die offizielle Mitteilung der spanischen Regierung bestätigt unter anderem folgende Maßnahmen: Regulierung von Saison- und Zimmervermietungen, Verlängerung bestimmter Mietverträge um zwei Jahre, erweiterter Schutz bei Räumungen bis 2030 und ein zeitweiliges Verbot spekulativer Wohnungskäufe durch bestimmte Investmentfonds bis Ende 2028. La Moncloa
Gerade die Regulierung der alquileres de temporada ist für Mallorca interessant. Saisonmietverträge werden auf der Insel zunehmend als Alternative zur klassischen Langzeitvermietung eingesetzt. Ziel der neuen Regelung ist ausdrücklich, missbräuchliche Konstruktionen zu verhindern. La Moncloa
Für Eigentümer und Makler: Ich würde künftig noch genauer zwischen drei Kategorien unterscheiden: Langzeitmiete, Saisonmiete und touristische Ferienvermietung. Sie haben unterschiedliche rechtliche und steuerliche Folgen. Die endgültige Anwendung einzelner Maßnahmen hängt zudem von Veröffentlichung und parlamentarischer Bestätigung ab.
Quelle: Spanische Regierung / Consejo de Ministros, 29.09.2026
Dienstag, 29.09.2026
Ferienvermietung: ETV bleibt ein besonders wertvolles Verkaufsmerkmal
Bei den ETV-Lizenzen gibt es heute keine neue Gesetzesänderung. Interessant ist jedoch die aktuelle Marktsituation: Für die 2026 vergebenen touristischen Plätze gelten klare Einschränkungen, und Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sind vom aktuellen Verfahren ausgeschlossen.
Neu erteilte Rechte aus dem entsprechenden Verfahren können außerdem fünf Jahre lang nicht übertragen werden. Für eine touristische Vermietung bleibt eine gültige ETV beziehungsweise die rechtlich zulässige touristische Nutzung zwingend erforderlich.
Bei Villen, Fincas und Häusern mit einer bestehenden älteren ETV kann die Lizenz einen erheblichen wirtschaftlichen Mehrwert darstellen. Bei Formulierungen wie „alte ETV-Lizenz für 8–10 Personen“ sollte man vor Veröffentlichung eines Exposés trotzdem immer den aktuellen Status beim Consell prüfen lassen – insbesondere, ob Lizenz, Plätze und Immobilie heute tatsächlich noch rechtlich zusammenpassen.
Quelle: aktualisierte ETV-Übersicht Mallorca.com, 27.09.2026
2.500 Menschen demonstrieren in Palma wegen der Wohnungs- und Mietkrise
Der Druck auf die Politik nimmt auch auf Mallorca deutlich zu. Nach Angaben des Mieterverbandes versammelten sich gestern Abend rund 2.500 Menschen auf der Plaça de Cort in Palma. Gefordert wurden unter anderem stärkere Verlängerungsrechte bei Mietverträgen und mehr Schutz vor Räumungen.
Das ist für den Immobilienmarkt relevant, weil die Debatte inzwischen weit über soziale Wohnungsfragen hinausgeht. Auf Mallorca wird zunehmend darüber diskutiert, wie stark der private Mietmarkt reguliert werden soll.
Parallel fordert MÉS per Mallorca erneut, die Balearen als angespannten Wohnungsmarkt (zona tensionada) einzustufen, um Mietpreisbegrenzungen anwenden zu können. Das ist aktuell eine politische Forderung und keine neue geltende Regelung.
Für Eigentümer: Genau auf diese Unterscheidung würde ich achten. Die Demonstrationen erhöhen den politischen Druck erheblich, bedeuten aber nicht, dass Palma oder Mallorca heute bereits offiziell als zona tensionada mit entsprechenden Mietpreisobergrenzen eingestuft sind.
Quelle: Europa Press, 28.09.2026, 20:59 Uhr
Heute entscheidend: Spanien verhandelt neues großes Wohnungspaket
Der spanische Ministerrat verhandelt heute, 29. September, über einen neuen Wohnungs-Erlass. Die Verhandlungen liefen am Morgen noch, deshalb sind die einzelnen Punkte noch nicht geltendes Recht.
Auf dem Tisch stehen unter anderem eine Verlängerung beziehungsweise stärkere Stabilisierung bestehender Mietverträge, zusätzlicher Schutz bei Räumungen, Hilfen für junge Erstkäufer und eine stärkere Absicherung des öffentlichen Wohnungsbestands. Besonders relevant für Mallorca: Diskutiert werden außerdem eine Regulierung saisonaler Vermietungen sowie steuerliche Änderungen bei touristisch vermieteten Wohnungen, darunter eine mögliche umsatzsteuerliche Behandlung.
Quelle: El País / Cadena SER, 28.–29.09.2026
Montag, 28.09.2026
Neue INE-Zahlen heute: Hypotheken auf den Balearen steigen um 8,6 %
Die heute veröffentlichten Zahlen sind für den Immobilienmarkt besonders interessant: Im Juli wurden auf den Balearen 1.024 Hypotheken auf Wohnimmobilien eingetragen. Das sind 8,6 % mehr als im Juli 2025. Im spanischen Durchschnitt gingen die Abschlüsse dagegen um 3,49 % zurück. Gegenüber Juni stieg die Zahl auf den Balearen sogar um 30,8 %. Europa Press
Noch auffälliger ist das Finanzierungsvolumen: Banken stellten für Wohnungsfinanzierungen insgesamt rund 340,7 Mio. € bereit – 15,3 % mehr als vor einem Jahr und 38,3 % mehr als im Vormonat.
Das ist ein wichtiges Gegengewicht zur zuletzt gemeldeten Schwäche bei den Kaufverträgen. Trotz extrem hoher Immobilienpreise ist die Finanzierungsnachfrage auf den Balearen keineswegs eingebrochen. Dass das Kreditvolumen stärker wächst als die Anzahl der Hypotheken, passt außerdem zum hohen Preisniveau der Inseln.
Quelle: INE / Europa Press, 28.09.2026, 09:10 Uhr
Mallorca wirbt in Deutschland für nachhaltigeres Tourismusmodell
Der Govern hat sich in Deutschland mit Reiseveranstaltern und Reisebüros getroffen und dabei ausdrücklich die Bedeutung der Impuesto de Turismo Sostenible (ITS) – der balearischen Touristensteuer – hervorgehoben. Sie soll nach Darstellung der Regierung ein wichtiges Instrument für ein nachhaltigeres und ausgewogeneres Tourismusmodell bleiben.
Deutschland bleibt für Mallorca einer der wichtigsten internationalen Herkunftsmärkte. Deshalb ist interessant, dass die Regierung gegenüber deutschen Reiseveranstaltern nicht auf maximales Mengenwachstum, sondern stärker auf Qualität, Nachhaltigkeit und Steuerung des Tourismus setzt.
Für den Immobilienmarkt: Für hochwertige Ferien- und Zweitwohnsitzimmobilien ist das langfristig relevant. Mallorcas Strategie bewegt sich weiterhin eher in Richtung höherer Wertschöpfung pro Besucher als unbegrenzter zusätzlicher Besucherzahlen – ein Umfeld, das grundsätzlich gut zum Premium-Immobiliensegment passt.
Quelle: Govern de les Illes Balears / Europa Press, 27.09.2026
Freitag, 25. Septmeber 2026
Mallorca bestätigt strukturellen Wohnungsmangel – besonders interessant ist der Unterschied zwischen Angebot und realem Verkauf
Hier gibt es heute keine neue Zahl, aber nach meiner Einschätzung ist sie für deine tägliche Maklerarbeit wichtiger als weniger relevante Meldungen vom 25. September: Das neue balearische Wohnungsobservatorium beziffert das rechnerische Defizit auf den Balearen auf etwa 17.000 Wohnungen; für Mallorca wird ein struktureller Rückstand von rund 11,4 % ausgewiesen.
Noch wichtiger für Akquise und Bewertungen ist der Unterschied zwischen Portal- und Transaktionsdaten. Für 2025 wurden durchschnittlich etwa 5.224 €/m² als Angebotspreis auf Portalen ausgewiesen, während die Registradores etwa 3.988 €/m² tatsächlich registrierten Verkaufspreis meldeten. Das OHIB kommt auf 3.782 €/m². Für Palma beziffert das Observatorium die Abweichung zwischen Angebots- und Transaktionsdaten auf 42,4 %.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass eine einzelne Immobilie in Palma automatisch 42 % zu teuer angeboten wird. Unterschiedliche Objektmixe, Zeitpunkte und Datenmethoden spielen eine Rolle.
Für dein Geschäft: Für Eigentümergespräche ist diese Zahl ausgesprochen wertvoll: Ein Portalpreis ist noch kein erzielter Verkaufspreis. Gerade bei hochwertigen Wiederverkaufsobjekten sollte die Preisstrategie stärker auf tatsächlich abgeschlossenen Transaktionen und echten Vergleichsobjekten basieren.
Quelle: Observatori de l’Habitatge de les Illes Balears / Europa Press, 17.09.2026.
Kauf einer Immobilie: Auf den Balearen werden rund 144.000 € Eigenkapital benötigt
Eine aktuelle Analyse von iAhorro verdeutlicht, wie hoch die Eintrittshürde für lokale Käufer inzwischen geworden ist. Für eine modellhafte 90-m²-Wohnung auf den Balearen wird ein Kaufpreis von rund 480.330 € angesetzt. Unter der Annahme einer üblichen 80-%-Finanzierung plus Kaufnebenkosten wären etwa 144.000 € eigene Mittel erforderlich.
Damit liegen die Balearen in dieser Untersuchung an der Spitze Spaniens. Die Berechnung setzt ungefähr 20 % nicht finanzierte Kaufsumme und weitere rund 10 % für Steuern und Nebenkosten an.
Wichtig: Die 144.000 € sind kein gesetzlich vorgeschriebener Mindestbetrag, sondern das Ergebnis dieses Finanzierungsmodells. Individuelle Hypotheken, Steuersätze und Kaufnebenkosten können erheblich davon abweichen.
Für dein Geschäft: Diese Entwicklung erklärt einen wichtigen Teil der zunehmenden Marktsegmentierung. Internationale Käufer mit höherem Eigenkapital konkurrieren in bestimmten Lagen mit einem lokalen Markt, für den bereits die notwendige Anzahlung eine erhebliche Hürde darstellt.
Quelle: iAhorro / Economía de Mallorca, 15.09.2026.
Mallorca will touristisches Wachstum stärker begrenzen
Für den Markt mit Ferienvermietungslizenzen sind neue Zahlen interessant: Nach Angaben zum aktuellen Verfahren des Consell wurden 1.020 touristische Plätze verkauft und weitere 876 reserviert. Außerdem wurden Genehmigungen für 1.649 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 6.730 Plätzen erneuert. Der Consell weist darauf hin, dass verkaufte oder reservierte Plätze nicht zwangsläufig sofort als aktive touristische Kapazität auf den Markt kommen.
Gleichzeitig läuft die politische Diskussion darüber, ob frei werdende touristische Plätze wieder in den Markt zurückgeführt werden sollen. GOB und Terraferida forderten beim Treffen mit Consell-Präsident Llorenç Galmés am 24. September, ausgeschiedene Plätze dauerhaft zu streichen; der Consell verweist dagegen auf seine bestehenden Maßnahmen zur Reduzierung des touristischen Bettenlimits und zur Bekämpfung illegaler Angebote.
Für dein Geschäft: Das ist für Objekte mit bestehender ETV-Lizenz besonders relevant. Eine vorhandene, rechtlich geprüfte Ferienvermietungsberechtigung bleibt ein Merkmal, das bei der Vermarktung genau dokumentiert werden sollte. Ob eine konkrete Lizenz fortbesteht oder übertragbar ist, muss objektbezogen geprüft werden.
Quellen: Mallorca.com, 23.09.2026; Europa Press, 24.09.2026.
Ferienvermietung: Neue Zahlen zu touristischen Plätzen sorgen für Diskussionen
Die Präsidentin der Balearen, Marga Prohens, hat am 24. September beim Forbes Economic Summit erklärt, dass der Tourismus auf den Inseln nicht im bisherigen Tempo weiterwachsen könne. Ziel sei künftig stärker „mehr Wert statt mehr Volumen“ und Qualität statt einer ständig steigenden Besucherzahl.
Das ist zunächst eine politische Zielsetzung und noch keine neue konkrete Immobilienregel. Für den Immobilienmarkt ist die Richtung dennoch relevant, weil Entscheidungen über touristische Betten, Ferienvermietung, Flächenplanung und Infrastruktur unmittelbar mit dem zukünftigen Tourismusmodell zusammenhängen.
Für dein Geschäft: Besonders bei Ferienimmobilien sollte man künftig noch klarer zwischen der Attraktivität Mallorcas als Zweitwohnsitzmarkt und der rechtlichen Möglichkeit einer touristischen Vermietung unterscheiden. Eine hohe touristische Nachfrage bedeutet nicht automatisch, dass zusätzliche Ferienvermietungskapazitäten zugelassen werden.
Quelle: Europa Press, 24.09.2026.
Donnerstag, 24. September 2026
Bauland auf den Balearen verteuert sich um 27,5 %
Das ist aus Maklersicht heute die wichtigste neue Marktzahl: Der durchschnittliche Preis für städtisches Bauland auf den Balearen erreichte im 2. Quartal 2026 567,60 €/m². Das sind +27,5 % gegenüber dem Vorjahr und sogar +26,4 % gegenüber dem vorherigen Quartal. Damit haben die Balearen laut den veröffentlichten Daten des spanischen Wohnungsministeriums den höchsten durchschnittlichen Baulandpreis aller spanischen Regionen.
In Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern lag der Durchschnitt sogar bei 661,50 €/m². Gleichzeitig wurden nur 147 Grundstückstransaktionen registriert – 12,5 % weniger als im Vorjahresquartal.
Für dein Geschäft wichtig: Teurer werdendes Bauland erhöht den Kostendruck bei Neubauprojekten. Gerade in begehrten Lagen Mallorcas dürfte es dadurch schwieriger werden, neue Projekte zu deutlich niedrigeren Verkaufspreisen auf den Markt zu bringen.
Quelle: Ministerio de Vivienda / Europa Press, 23.09.2026.
Neuer Inspektionsplan für Immobilien – auch Makler werden kontrolliert
Für die tägliche Maklerpraxis ist diese Meldung besonders relevant: Der Govern hat den Plan de Inspección de Vivienda 2026–2027 gestartet. Kontrolliert werden unter anderem Überbelegung, nicht angemessener Wohnraum, missbräuchliche Nutzung geschützter Wohnungen sowie Verstöße großer Immobilieneigentümer.
Auf Mallorca sollen 60 Projekte mit geschütztem Wohnraum kontrolliert werden. Bei Verkäufen werden beispielsweise Kaufpreise, Voraussetzungen der Begünstigten sowie die Einhaltung von Vorkaufs- und Rückkaufsrechten überprüft. Auch mindestens zehn bereits registrierte VPL-Wohnungen sollen kontrolliert werden.
Bemerkenswert für Makler: Der Plan sieht ausdrücklich auch die Überprüfung der Vorschriften für Immobilienmakler sowie der Hinterlegung von Mietkautionen vor.
Für dein Geschäft wichtig: Saubere Dokumentation und korrekte Angaben werden noch wichtiger – insbesondere bei VPO/VPL-Objekten und regulierten Wohnungen.
Quelle: Govern de les Illes Balears, 23.09.2026.
Palma ist bei kleinen Mietwohnungen besonders teuer
Neue idealista-Daten zum Mietmarkt zeigen die außergewöhnliche Situation Palmas. Für eine Einzimmerwohnung werden im Mittel rund 1.292 € monatlich verlangt. Damit liegt Palma unter den untersuchten großen spanischen Märkten an der Spitze.
Auf Provinzebene liegen die Balearen sogar bei durchschnittlich 1.347 € für eine Einzimmerwohnung. Ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft kostet auf den Balearen durchschnittlich 582 €; in Palma sind es 550 €.
Ein Einzimmer-Apartment kostet in Palma damit etwa 135 % mehr als ein einzelnes WG-Zimmer.
Für dein Geschäft wichtig: Diese Zahlen unterstreichen den massiven Druck im langfristigen Mietsegment. Für internationale Käufer ist gleichzeitig wichtig zu erklären, dass hohe Angebotsmieten nicht automatisch entsprechende Nettorenditen bedeuten – Kaufpreis, Steuern, Gemeinschaftskosten und rechtliche Vermietbarkeit müssen separat gerechnet werden.
Quelle: idealista / Europa Press, 22.09.2026.
Mittwoch, 23. Septmeber 2026
Neubauaktivität zieht kräftig an – aber die Zahl muss genau gelesen werden
Der Colegio Oficial de Arquitectos de Baleares meldet für das erste Halbjahr 2026 mehr als 8.600 genehmigte bzw. visierte Bauvorhaben. Das entspricht einem Plus von 28,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der starke Anstieg bedeutet allerdings nicht, dass plötzlich entsprechend viel neuer Wohnraum entsteht: Fast ein Drittel der Vorgänge hängt mit außerordentlichen Legalisierungen bestehender Immobilien zusammen. Der Architektenverband weist zugleich darauf hin, dass das Angebot an bezahlbaren Wohnungen weiterhin nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken.
Das passt zu den neuen OHIB-Daten aus dem vorherigen Briefing: 2025 wurden 2.452 neue Wohnungen in Mehrfamilienhäusern projektiert – 18,62 % mehr als 2024 und der höchste Wert seit der Finanzkrise.
Für dein Immobiliengeschäft: Die Schlagzeile „+28 % Bautätigkeit“ sollte nicht als bevorstehende Angebotsschwemme interpretiert werden. Der tatsächliche Neubau wächst zwar, aber deutlich weniger spektakulär. Für gute Neubauprojekte in gefragten Lagen bleibt das strukturell knappe Angebot daher ein wichtiger Faktor.
Quelle: COAIB / Europa Press, 09.09.2026, ergänzt durch aktuelle OHIB-Daten vom 17.09.2026.
Ferienvermietung: Behörden gehen weiter gegen illegale Angebote vor
Heute wurde ein neuer Fall aus den Balearen bekannt: In Sant Josep auf Ibiza wurden zwei Apartments versiegelt, die nach Angaben der örtlichen Polizei illegal touristisch vermietet wurden. Die Maßnahmen erfolgen gemeinsam mit der Abteilung gegen illegale touristische Vermietung des Consell d’Eivissa.
Für Mallorca ist der einzelne Fall natürlich nicht unmittelbar maßgeblich. Er ist aber ein weiteres Zeichen dafür, dass die Inselverwaltungen die Kontrolle nicht lizenzierter Ferienvermietungen aktiv fortsetzen.
Das ist vor dem Hintergrund der jüngsten OHIB-Zahlen relevant: Auf den Balearen gibt es aktuell 26.143 lizenzierte Ferienimmobilien, entsprechend rund 4,2 % des Wohnungsbestands. Von 2022 bis 2025 ging deren Zahl leicht um 349 Einheiten beziehungsweise 1,3 % zurück.
Für dein Immobiliengeschäft: Bei Verkaufsobjekten mit „Ferienvermietungslizenz“ wird die saubere Dokumentation der bestehenden Genehmigung immer wichtiger. Für Käufer sollte klar getrennt werden zwischen einer tatsächlich gültigen Lizenz und Aussagen wie „Ferienvermietung möglich“.
Quelle: Europa Press, 23.09.2026; OHIB, 17.09.2026.
Dienstag, 22. September 2026
Neue Wohnungsmarkt-Daten: Auf den Balearen fehlen rund 17.000 Wohnungen
Der neue balearische Wohnungsmarkt-Observatorium OHIB beziffert die rechnerische Angebotslücke auf rund 17.000 Wohnungen. Zwischen 2000 und 2025 wuchs die Bevölkerung der Balearen um 46,3 %, der Wohnungsbestand dagegen nur um 31,5 %. Besonders interessant für Makler: Laut OHIB lagen 2025 die auf Immobilienportalen verlangten Preise im Durchschnitt mehr als 38 % über den tatsächlich registrierten Verkaufspreisen.
Gleichzeitig befinden sich nach Angaben des Govern 10.006 bezahlbare Wohnungen in unterschiedlichen Planungs- oder Umsetzungsphasen. Das wird den privaten Markt kurzfristig kaum vollständig entlasten, zeigt aber, wie stark das Thema Wohnungsangebot inzwischen die öffentliche Planung bestimmt.
Die 38-%-Differenz darf nicht als pauschaler „Verhandlungsspielraum“ einer einzelnen Immobilie verstanden werden. Sie zeigt aber sehr deutlich, warum eine realistische Bewertung anhand tatsächlich erzielter Preise immer wichtiger wird.
Quelle: Economía de Mallorca / OHIB, 17.09.2026.
Preise bleiben auf Rekordniveau – Palma zeigt aber erste kurzfristige Seitwärtsbewegung
Die neuesten verfügbaren Angebotsdaten von idealista zeigen für August 5.595 €/m² auf den Balearen – ein neuer Höchststand und +5,1 % gegenüber August 2025. Palma liegt bei 5.522 €/m², ebenfalls noch 4,9 % über dem Vorjahr, gegenüber Juli aber 0,3 % niedriger.
Innerhalb Palmas bleibt die Spreizung enorm: Son Vida 8.552 €/m², Ciutat Antiga 7.366 €/m² und Santa Catalina–Son Armadans–Marítim 6.311 €/m². Son Vida liegt allerdings 1,5 % unter dem Vorjahreswert, während die Altstadt noch +10,8 % verzeichnet.
Auch die Mieten bleiben angespannt: Palma erreichte im August 19,3 €/m² pro Monat, +5,9 % im Jahresvergleich und laut idealista den bisherigen Höchststand dieser Reihe.
Von einer allgemeinen Trendwende kann man aus diesen Daten noch nicht sprechen. Aber der Markt wird differenzierter – Lage, Qualität und realistische Preispositionierung dürften stärker darüber entscheiden, wie schnell ein Objekt verkauft wird.
Ferienvermietung: Regulierungsdruck bleibt hoch
Die Regulierung von Kurzzeit- und Ferienvermietungen bleibt eines der wichtigsten Themen für Mallorca. Ein aktueller europäischer Vergleich berichtet, dass die Balearen ihre Regeln bereits deutlich verschärft haben und die Zahl touristischer Plätze zuletzt leicht zurückging. Auf europäischer Ebene wird gleichzeitig über weitere verhältnismäßige und zeitlich begrenzte Beschränkungen von Kurzzeitvermietungen diskutiert.
Für Mallorca bedeutet das vor allem: Bei Objekten mit Ferienvermietung sollte weiterhin sehr genau zwischen bestehender gültiger Lizenz, Übertragbarkeit beziehungsweise Fortbestand der Berechtigung und einer bloßen theoretischen Vermietungsmöglichkeit unterschieden werden.
Immobilien mit rechtssicher dokumentierter bestehender Ferienvermietungsberechtigung bleiben deshalb ein besonders interessantes Nischensegment – die konkrete Lizenzsituation sollte aber bei jedem Objekt individuell geprüft werden.
Quelle: El País, 17.09.2026.
Flughafen Palma: 621,6 Mio. € Investitionen vorgesehen
Der staatliche Flughafenplan DORA III sieht für 2027–2031 insgesamt 1,03 Mrd. € Investitionen in die Flughäfen der Balearen vor. Davon sollen 621,6 Mio. € auf Palma entfallen. Dem zugrunde liegenden Szenario zufolge könnte das Passagieraufkommen der balearischen Flughäfen bis 2031 auf knapp 50 Millionen Passagiere steigen.
Die geplante Entwicklung ist politisch umstritten; Kritiker fordern angesichts der Belastung der Inseln Grenzen für weiteres Wachstum.
Für den Immobilienmarkt relevant: Internationale Erreichbarkeit bleibt ein wichtiger Standortfaktor für Mallorcas Zweitwohnsitz- und Premiumsegment. Gleichzeitig dürfte die Diskussion um Wachstum, Infrastruktur und Belastungsgrenzen weiter Einfluss auf zukünftige Tourismus- und Immobilienregulierung haben.
Quelle: Cadena SER / Radio Mallorca, 16.09.2026.
